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Samstag, 04.06.07: 4. Reisetag: Hiroshima und Miyajima

Wie gut kann ein Tag werden, der mit einem halben Herzinfarkt beginnt? Als ich an diesem Tag die Treppe runterkam, antwortete mir auf mein "Guten Morgen" nicht, wie geplant, meine Gastmutter, sondern mein Gastvater (den ich noch nicht kannte, da er am Vorabend nicht zu Hause gewesen war). Der sagte mir auch gleich am Fruehstueckstisch, dass es mir "verboten" waere, mein eigenes Geld zu benutzen. Da ich der Ansicht war, dass das sowieso nur japanische Hoeflichkeit waere, habe ich brav "Ja" und "Amen" gesagt, aber, wie sich spaeter herausstellte, war es nicht nur japanische Hoeflichkeit. Ich konnte nur meine Postkarten selbst bezahlen und das auch nur, weil ich im Geldrausholen schneller war, als er.

Da meine kleine Gastschwester am Vormittag Unterricht hatte, mussten wir die Zeit, bis wir sie abholen konnten, ohne sich totschlagen. Das taten wir, indem wir die Burg von Hiroshima (natuerlich nicht im deutschen Sinne von "Burg") und den bekanntesten Tempel von Hiroshima besichtigten. Beim Tempel kamen wir sogar so guenstig, dass wir einen Teil einer traditionellen japanischen Hochzeit sehen konnten. Ich wuerde ja auch gerne so heiraten, aber die Tatsache, dass die ganze Zeit eine Stylisten um die Braut herumgetanzt ist und irgendwas neu gerichtet hat, hat mich nachdenklich gemacht.
Nachdem wir meine Gastschwester von der Schule abgeholt hatten, haben wir zum Mittag Hiroshima-Okonomiyaki (sowas wie Omelett) gegessen, die total beruehmt sind. Schmecken auch viel besser, als die normalen, da sie innen nicht halb roh sind.
Am Nachmittag sind wir zu einer Insel namens Miyajima gefahren - Eine der drei schoensten Aussichten Japans. Vielleicht haben einige von euch schonmal Bilder von einem japanischen Holztorbogen (Das Tor ist der Eingang zum Tempel) im Wasser gesehen - Das ist Miyajima (Also natuerlich nicht nur dieser Torbogen!!). Allerdings kamen wir zur Ebbe, sodass das Tor nicht im Wasser stand, sondern im Schlamm. Aber das Lustigste ist meinem Gastvater passiert. Aus irgendeinem Grund laufen auf dieser Insel Rehe oder Hirsche oder sowas frei herum. Jedenfalls laesst er ganz aus Versehen das Rueckticket fuer die Faehre fallen und noch bevor er sich danach buecken kann, kommt so ein Tier angerast und frisst es auf...
Da wir den Abend noch nicht verplant hatten (Was ja an sich schon total furchtbar ist...), hat mich meine Gastfamilie spontan zu dem groessten und beruehmtesten Fest Hiroshimas gefuehrt. Die Frage, ob es in meiner Heimatstadt in Deutschland auch solche Feste gaebe, musste ich leider aufgrund der Tatsache, dass die Anzahl der Menschen auf dem Fest wohl die Einwohnerzahl NBs ueberschreiten duerfte, verneinen. Dort habe ich uebrigens auch zum ersten Mal seit vielleicht 7 Jahren wieder einen Liebesapfel gegessen (myam, myam) und war mit meiner Gastschwester in einer Geisterbahn. Eigentlich war das Ding total billig (Es sind Leute mit Monstermasken mit einem "Buh" hinter den Ecken hervorgesprungen >.>), aber meine Gastschwester wollte ploetzlich gar nicht mehr weiter gehen. Zum Glueck liess sie sich von dem Argument, dass wir doch so oder so zum Ausgang muessen, ueberzeugen.
Und so endete mein Tag gegen halb zwoelf mal wieder viel zu spaet, als gut fuer mich ist...
14.6.07 03:18
 


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