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Freitag, 01.06.07: 3. Reisetag: Hiroshima Peace Study

Nach der wohl unbequemsten Nacht meines Lebens wachte ich mit moerderischen Nackenschmerzen auf, die den Eindruck hinterliessen, jemand haette mir ueber Nacht mindestens dreimal das Genick gebrochen. Aber dafuer war ich nach gut 7 Stunden Schlaf einigermassen ausgeruht. Leider hatten Gabu und ich das letzte Bad am Dienstag von innen gesehen, sodass wir wahrscheinlich genauso stinkend waren, wie wir uns fuehlten. Zu allem Ueberfluss durften wir dann auch noch unsere Taschen durch die pralle Morgensonne zu dem Ort schleppen, wo wir am Abend unsere Kennenlern-Party mit den Gastfamilien haben sollten. Aber zumindest konnten wir uns da waschen - mal wieder auf der Toilette. Also nur mal wieder schnell den Kopf ins Waschbecken getunkt, um Kopf und Haare zu waschen und den Rest mit Duft-Deo uebertuencht.
Danach ging's wieder zu Fuss zum Friedenspark und Atombombenmueseum (Anmerkung: Verstaendlicherweise kenne ich die deutschen Bezeichnungen nicht. Ich uebersetz das hier frei nach Schnauze) und ich sage nur: Ich bin entsetzt. Ich weiss nicht, ob ich entsetzter ueber die Tatsache bin, dass sowas in einem Jahrhundert vorkam, wo die Menschen von sich selbst behaupteten, zivilisiert zu sein oder darueber, wie wenig wir in Deutschland ueber Hiroshima lernen. Aber eines ist sicher: Wenn mich in Deutschland jemand darauf vorbereitet haette, was mich erwarten wuerde, haette ich in der Nacht vielleicht ohne Alptraeume schlafen koennen.
Und da das hier mein Weblog ist, darf ich auch mal ein bisschen Schleichwerbung machen: Wenn ihr mal ein paar Euro uebrig habt, kauft euch mal den Manga "Barfuss durch Hiroshima", der ist von einem Ueberlebendem gezeichnet. Und lasst euch ruhig auslachen, weil ihr Bilderbuecher lest, denn sobald ihr den Manga aufschlagt, vergeht garantiert jedem das Lachen.

Am Abend hatten wir dann unsere "Willkommens-Party", was wir drei Maedchen irgendwie nicht so toll fanden, da wir gut 10 Minuten vorher recht energisch dazu "ueberredet" wurden, ein Programm zu moderieren, das es nicht gab. Zum Glueck wurden wir aber nach der Selbstvorstellung aller Anwesenden erloest, damit wir uns ganz unseren Gastfamilien widmen konnten.
In meinem Fall kamen meine 15-jaehrige Gastschwester, die ein extrem grosses Interesse an Europa und somit auch an mir hatte und meine Gastmutter.
Leider hatte ich auch nicht meine verdiente Ruhe, als die Party zu nde war (waere ja auch zu schoen gewesen), denn kaum zu Hause, meldete sich eine Freundin meiner Gastschwester per Telefon an, weil sie mich unbedingt mal kennen lernen wollte. Und da sie erst gegen elf wieder ging und ich verstaendlicherweise gerne noch ins Bad wollte, fiel meine Nachtruhe etwas kuerzer aus, als eigentlich geplant.
14.6.07 03:03
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Leo (20.6.07 21:35)
mein cousin besitzt "barfuß durch Hiroshima" hab da mal drin geblättert. ich denke aber kaum, dass das mit dem, was du dort erfahren/gesehen etc. hast übereinstimmt. du hast recht, es wäre wirklich mal interessant, mehr über diese ereignisse im geschichtsunterricht zu erfahren, aber es gibt ja soo viel anderes wichtigeres-.-

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