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Adressen, Telefonate und die aufbauenden Reaktionen der lieben Freunde...

Vor wenigen Tagen war es also soweit. Nach endlosen Wochen... Monaten (?) des Wartens sollte ich endlich erfahren, wo es (in diesem Falle meine Organisation) mich verschlagen hatte.
Nichtsahnend begab ich mich, wie täglich in letzter Zeit, zum Briefkasten, als mir zwischen Unmengen an Flyern und Werbungen ein kleiner, unscheinbarer Brief entgegen fiel. Aber wie ja allgemein bekannt ist, sind die Kleinen die Schlimmsten... oder eben die Wichtigsten. Obwohl ich das Logo meiner Organisation in Rekordzeit erkannte und mein Herz in einer Geschwindkeit von Null auf 180 jagte, dass jeder Ferrari grün vor Neid geworden wäre, blieb ich dennoch misstrauisch. Immerhin hatten sich die zwei so hoffnungsvoll aussehenden Briefe auch nur als 'unwichtiger' Versicherungskram entpuppt.
Während ich also noch immer voller Zweifel war, zerfetzte das größte Küchenmesser, das ich finden konnte, den Briefumschlag förmlich. Und nur wenige Sekunden später sollte mein ganzes Misstrauen im Keim erstickt und/oder in die letzte Ecke Sibiriens verfrachtet werden. In dem Brief stand tatsächlich die Adresse meiner Gastfamilie – in einem Ort, von dem ich noch nie etwas gehört hatte. Und mit einer Schule, die St. Ursula hieß...
...
Moment mal? St. Ursula? Bildete ich mir das nur ein oder klang der Name wirklich verdammt christlich? Auf der Homepage der Schule bestätigte sich meine Vermutung. Naja, zumindest ging ich davon aus, dass die Nonne nicht nur reinzufällig unter der Schulleiterin abgebildet war.
Allerdings war die Schule gerade mein geringstes Problem. Ich kümmerte mich lieber darum, dass ich meine Gastfamilie anrufen musste. Auf JAPANISCH! Zwei Tage später saß ich also mit einem Herzschlag, der scheinbar einen neuen Weltrekord aufstellen wollte am Telefon und wurde mit jedem Piepen nervöser. Und tatsächlich, nach fünf erfolglosen Versuchen nahm doch wirklich jemand ab! Leider verstand ich kein Wort von dem, was am anderen Ende gesagt wurde. Also rasselte ich einfach ganz ignorant meine vorher schon eingeprägten Sätze runter, bis ich von einem gutgelaunten „Hello Julia. How are you?“ unterbrochen wurde. JAA!! Ich hatte tatsächlich jemanden am Apparat, der Englisch konnte!!! Das Gespräch endete zwar dennoch in einem heillosen Gestotter, aber das machte ja nichts. Meine Gastmutter war echt nett und versprach mir auch sofort, mir eine E-Mail zu schreiben. Um einiges beruhigter legte ich auf.
Mittlerweile habe ich übrigens auch Kontakt zu der Ältesten meiner drei Schwestern (An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Bedanken, die mir ganz liebevoll und hoffnungmachend den Kommentar „Zickenterror“ an den Kopf geworfen haben), die auch echt nett zu sein scheint.
4.8.06 12:12





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